012 - Du bist nicht gescheitert. Du warst an deiner Grenze.

Shownotes

Im Familienalltag gibt es Momente, in denen wir nicht so reagieren, wie wir es eigentlich möchten. Gerade dann entstehen oft Schuldgefühle und Selbstvorwürfe.

In dieser Folge geht es um einen Perspektivwechsel: Statt zu fragen, was wir falsch gemacht haben, dürfen wir uns fragen, was wir in diesem Moment gebraucht hätten.

Worum es in dieser Folge geht

  • Die Grundannahme der Gewaltfreien Kommunikation: Hinter jedem Verhalten stehen Bedürfnisse.
  • Warum deine Belastbarkeit nicht jeden Tag gleich ist.
  • Der Vergleich mit anderen Eltern und der unsichtbare „Rucksack“.
  • Weshalb Selbstfürsorge und Selbstempathie die Grundlage für Verbindung sind.
  • Der Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung.

Das nimmst du mit

✅ Mehr Verständnis für deine eigenen Reaktionen im Familienalltag ✅ Einen liebevolleren Blick auf dich selbst ✅ Praktische Impulse für innere Entlastung ✅ Die Erinnerung, dass dein Möglichstes von Tag zu Tag unterschiedlich aussehen darf ✅ Mehr Verbindung zu dir selbst und deinem Kind

Zentrale Gedanken aus der Folge

  • Kinder brauchen keine perfekten Eltern.
  • Unsere Ressourcen verändern sich täglich.
  • Wir sehen oft die Strecke, aber nicht den Rucksack, den jemand trägt.
  • Schuld blickt zurück. Verantwortung blickt nach vorne.
  • Bedürfnisorientierte Begleitung beginnt bei uns selbst.

Angebote für Eltern

Ich begleite Familien auf ihrem individuellen Weg zu mehr Verbindung, Sicherheit und Leichtigkeit im Alltag:

  • Elternbegleitung
  • LilaLiebe®-Beratung nach Kathy Weber
  • Trageberatung
  • Vorträge und Workshops
  • Verkehrssicherheit für Familien
  • Online-Angebote für Eltern

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Transkript anzeigen

00:00:00: Und dann schreit dein Kind.

00:00:02: Du hast es schon dreimal, viermal, fünfmal erklärt und die Brotdose liegt auf dem Boden und die Zeit die rennt.

00:00:08: Die rinnt dir durch die Finger und plötzlich hörst du dich selber lauter werden als du das eigentlich sein möchtest.

00:00:15: Und danach kommt dieses Schuld.

00:00:18: Ich wollte doch ruhig bleiben!

00:00:20: Warum schaffe ich das einfach nicht?

00:00:23: Andere Eltern bekommen das doch auch hin.

00:00:28: Doch was denn genau dieser Gedanke des eigentlichen Problems ist?

00:00:31: was wenn du gar nicht gestaltet bist, sondern einfach in deiner Grenze warst.

00:00:37: Moin!

00:00:38: Du hörst Elternfahrschule?

00:00:40: Wissen das Schützt.

00:00:42: Dein Podcast für mehr Sicherheit, Vertrauen und Verbindung im Alltag für dich und mit deinem Kind.

00:00:49: Steig ein hier fahren los.

00:00:53: Ich bin überzeugt davon Kinder brauchen keine perfekten Eltern sie brauchen Erwachsene die bereit sind hinzuschauen auf sich selber die eigenen Muster und die eigenen Bedürfnisse.

00:01:05: Und genau darum geht es hier heute!

00:01:08: Eine der zentralen Grundannahmen der Gewaltfreien Kommunikation nach Marsch-Rosenberg lautet, mit jedem Verhalten versuchen wir uns bestmöglich um die Erfüllung unserer Bedürffnisse zu kümmern.

00:01:19: Wir handeln dabei immer für uns und niemals gegen andere.

00:01:26: Mal kurz überprüfen, denn wenn wir diesen Satz ernst nehmen verändert er unseren Blick auf uns selber auf unsere Kinder und auch auf unsere Konflikte.

00:01:41: Eltern kommen zu mir in die Beratung und erzählen Situationen, denen sie ungewöhnlich waren, geschimpft haben, Druck gemacht haben und etwas sagen, dass sie ihn nachhinein bereuen.

00:01:52: Und das meistens mit dem Satz mache ich jetzt doch besser machen müssen.

00:01:57: Weiß es doch besser?

00:01:59: Doch woher wissen wir eigentlich, dass wir es hätten besser machen können?

00:02:05: denn was heute dein möglichstes ist, unterscheidet sich von gestern und auch vom morgen.

00:02:12: Denn unsere Ressourcen sind nicht gleich gerade wenn ihr das vielleicht auch mit deinen weiblichen Zyklus schon mal auseinander gesetzt hast.

00:02:20: Anderntagen starten wir ausgeschlafen.

00:02:24: Mal haben wir schon vor dem Frühstück mehrere Gefühlstürme hinter uns.

00:02:30: an manchen Tagen tragen wir Sorgen mit uns herum die niemand sieht Konflikte, Schlafmangel oder zahle Belastungen.

00:02:43: Unsere Rucksäcke sind von Person zu Person auch unterschiedlich schwer und deshalb ist unsere Belastbarkeit nicht jeden Tag gleich.

00:02:55: Denn stell dir vor, da laufen zwei Menschen denselben Weg entdankt die Strecke identisch doch der eine trägt einen kleinen Tagesrucksack mit Schlüsseln, Pomponnées zu trinken Und die andere Person trägt einen vollgepackten Wanderrucksack mit zwanzig Kilo Gewicht und von außen sehen wir nur die Strecke, doch nicht die Last.

00:03:22: Genauso ist es auch im Familienalltag.

00:03:24: Wir vergleichen oft unser Verhalten mit anderen und gleichzeitig kennen wir deren Rucksack gar nicht!

00:03:30: Wir würdigen unseren eigenen Rucksacks oft viel zu wenig.

00:03:35: Vielleicht hast du letzte Nacht kaum geschlafen?

00:03:38: Vielleicht sorgst Du Dich in Deine Familie Vielleicht jonglierst du mit Arbeit, Haushalt, Termin und Mental-Load.

00:03:47: Dann reagiert dein System natürlich anders!

00:03:50: Dann bist du schneller gereizt... ...und es macht dich weder falsch noch schrecklich Es macht dich einfach menschlich.

00:04:04: Und in den meisten Fällen versuchen Eltern zu allererst ihr Kind zu verstehen Möchten die Bedürfnisse ihres Kindes erkennen möchten begleiten statt bestrafen Und es ist wirklich, wirklich wunderbar.

00:04:16: Doch dabei wird halt ein oft entscheidender Schritt übersprungen der Blick nach innen.

00:04:22: Wenn es mir selber laut ist dann fällt es mir doch schwer die Not meines Kindes wirklich wahrzunehmen.

00:04:30: wenn der eigene Stresspegel auch Anschlag läuft arbeitet das Gehirn noch nicht mehr auf Verbindung.

00:04:37: Es arbeitet auf Überleben.

00:04:39: Dann geht es um Flucht oder Erstärkung Und das kennst du vielleicht, wenn du empathisch reagieren möchtest und stattdessen hörst du dich schimpfen.

00:04:52: Und findest du bist der schlechteste Mensch der ganzen Welt?

00:04:55: Dabei braucht dein eigenes System gerade Unterstützung!

00:04:59: Deshalb beginnt bedürfnisorientierte Begleitung von unseren Kindern meiner Meinung nach nicht beim Kind sondern sie beginnt bei dir selber.

00:05:18: durchgebrochen hast oder ähnliches und es weint.

00:05:24: Und in deinem Kopf läuft sofort, oh Gott nein!

00:05:26: Wir müssen doch jetzt los und das ist doch gar nicht so schlimm.

00:05:30: Doch bevor du etwas sagst, hältst du einfach mal kurz hin.

00:05:36: So leicht gesagt... Es ist ein Prozess das umzudenken.

00:05:41: Doch dann checkst du bei dir einen.

00:05:43: Ich habe schon so oft gesagt in den letzten Folgen Check ein, was ist gerade in dir los?

00:05:49: Bist du gestresst, erschöpft unter Druck.

00:05:52: Was brauchst Du gerade?

00:05:54: denn?

00:05:54: dieses kurze innehalten verändert alles und du erkennst dann das Problem gar nicht.

00:06:01: die Banane ist sondern die Reaktion von Dir ist dadurch ausgelöst worden.

00:06:09: Und da beginnt die Selbstverantwortung indem wir diese Schuld gar nicht erst irgendwem zuweisen wollen Sondern indem wir einfach wieder das Wort einfach streichen.

00:06:23: Verantwortung für unseren eigenen Zustand übernehmen.

00:06:30: Verantwortung und Schuld sind zwei unterschiedliche Dinge, die Schuld schaut zurück und Verantwortung schaut nach vorne.

00:06:40: Die Schuld sagt und fragt wer hat was falsch gemacht?

00:06:44: Und Verantwortung fragt was brauche ich jetzt?

00:06:48: Und diese Fragen können unglaublich kraftvoll sein!

00:06:51: Was brauche Unterstützung, mit tiefen Atemzüge und schlug was lang.

00:07:02: Ich kann vielleicht auch anerkennen es ist gerade anstrengend für mich.

00:07:09: Und das Spannende ist wenn wir beginnen uns selbst empathisch zu begegnen lernen was bar wertvoll ist.

00:07:17: sie erleben statt bloß zu hören dass gefühle okay ist dürfen sie dazugehören und dass wir freundlich mit uns selbst umgehen.

00:07:32: Dann, wenn alles gelingt.

00:07:33: Sondern vor allem dann, wenn es schwierig wird.

00:07:42: Und sehen das... Du brauchst nicht jeden Tag Funktionen.

00:07:52: Du steigst da aus!

00:07:55: Du brauchste auch nicht immer ruhig bleiben und perfekt schon gar nicht.

00:07:59: Was heute da möglichst ist darf anders aussehen als gestern und als... Deine Ressourcen sind mir gleich.

00:08:08: Rucksäcke sind unterschiedlich schwer Und du darfst mit dir unmittelbar bei dir einchecken.

00:08:18: Schauen, was gerade los ist und dir selber im Partyschenen.

00:08:25: Dann kannst du beim Kind schon.

00:08:27: Denn Verbindung gibt es, wenn ihr diese Folge und dieser Blickwinkel auf das Möglichste gefallen habt, teile sie doch gerne mit anderen Menschen oder die gerade diese Erinnerungen gebrauchen können.

00:08:44: Da gilt, in den Schornungsstäb alles zu meiner Arbeit mit Eltern steuern.

00:08:51: Zu meinen Angeboten, Social Media Erkanieren.

00:08:54: und ich kann dir schon verraten am Mittwoch gibt es wieder ein Verkehrszeichen Shorty und ich bin gespannt ob Jo dann alles zu wusst ist!

00:09:06: Ich freue mich auf dich und bis zur nächsten Folge.

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