016 - Mindestabstand für die Seele

Shownotes

Worum geht es in dieser Folge?

Mindestabstände im Straßenverkehr dienen unserem Schutz. Doch auch im Familienalltag brauchen wir einen gesunden Abstand: den Abstand zu unseren eigenen Grenzen.

Anhand einer Alltagssituation auf dem Bürgersteig zeigt diese Folge, warum es manchmal sinnvoll ist, stehen zu bleiben, statt einfach weiterzugehen. Übertragen auf die Elternschaft bedeutet das: die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen, Grenzen ernst nehmen und gleichzeitig in Verbindung bleiben.

Das nimmst du mit

  • Grenzen schützen, statt zu trennen.
  • Klare Kommunikation schafft Orientierung.
  • Selbstfürsorge ist keine Ablehnung von Nähe.
  • Kinder lernen durch unser Vorbild, wie gesunde Grenzen aussehen.
  • Verbindung entsteht nicht durch Grenzenlosigkeit, sondern durch Echtheit und Klarheit.

Zentrale Gedanken aus der Folge

  • Grenzen sind flexibel und dürfen sich verändern.
  • Unsere Belastung, Erfahrungen und Ressourcen beeinflussen, wo unsere Grenze liegt.
  • Ein „Nein" zu einer Form der Nähe kann gleichzeitig ein „Ja" zur Verbindung sein.
  • Verantwortung bedeutet manchmal, Tempo herauszunehmen und bewusst stehen zu bleiben.
  • Gesunde Grenzen helfen dabei, Überforderung und Eskalationen vorzubeugen.

Unterstützung für Familien

Ich begleite Eltern dabei, mehr Sicherheit, Leichtigkeit und Verbindung in ihren Familienalltag zu bringen.

Meine Angebote:

  • Elternbegleitung
  • LilaLiebe®-Beratung nach Kathy Weber
  • Trageberatung
  • Vorträge und Workshops
  • Verkehrssicherheit für Familien
  • Online-Angebote für Eltern

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Transkript anzeigen

00:00:00: Du bist mit deinem Kind unterwegs, auf dem Bürgersteig zu Fuß.

00:00:04: Es ist eng, dir kommt jemand entgegen.

00:00:06: Fahrrad-Eroler, Mensch mit Hund und du merkst es wird knapp!

00:00:11: Und genau in diesen Momenten entscheidest du dich weiter oder bleib ich stehen.

00:00:20: Moin!

00:00:21: Du hörst Elternfahrschule Wissen das Schützt Dein Podcast für mehr Sicherheit Vertrauen und Verbindung im Alltag für Dich und mit deinim Kind Steig ein.

00:00:33: Wir fahren los.

00:00:37: Heute nehme ich dich ein bisschen in meine Gedanken mit zu Mindestabständen im Straßenverkehr und verbinde die mit etwas, das uns an unserem Alltag generell immer begegnet – nämlich unsere eigenen Grenzen!

00:00:50: Denn in meiner Verkehrszeichen-Shortiefolge am letzten Mittwoch ging es ja um den Mindestabstand und das ist nun mal mehr als eine Zahl.

00:01:02: Und ja, wie ist eine gesetzliche Regel?

00:01:06: doch etwas, woran wir uns alle halten sollten und für mich ist wenn ich da so draufschaue der Mindestabstand ein Bild für etwas anderes nämlich meine eigenen Grenzen.

00:01:21: Für Grenzen die Sicherheit schaffen Orientierung geben und die uns schützen Und gleichzeitig sind es Grenzen, die nicht star sind.

00:01:31: Vielleicht kennst du dieses Bild vom Gartenzaun in Bezug auf Grenzen, dass der Zaun mal und offen ist.

00:01:39: Also die Tür steht weit auf und Nachbars Kinder können rein und raus und es ist lebendig und laut und voller Verbindung.

00:01:45: Und am anderen Tag ist die Grenze zu des Tor geschlossen weil du merkst heute nicht!

00:01:53: Heute will ich Ruhe.

00:01:54: Heute brauche ich Zeit für mich, für meine Kinder und für mein eigenes Nervensystem.

00:02:00: Und beides ist ja völlig in Ordnung.

00:02:03: Unsere Grenzen sind nicht zufällig so, wie sie sind.

00:02:07: Sie entstehen aus unseren Erfahrungen unserer Sozialisierung inneren Prägung und unseren aktuellen Ressourcen.

00:02:16: Und genau deshalb verändert sie sich Je nachdem wie voll dein Tag war Wie viel Nähe du schon erlebt hast und reguliert dein eigenes Nervensystem gerade ist oder anders gesagt auch wie angefasst Du dich gerade fühlst.

00:02:37: nun stell dir vor du bist auf diesem Bürgersteig unterwegs mit deinem Kind und ihr kommt ein Fahrrad entgegen.

00:02:45: Und du merkst es wird eng, jetzt hast du zwei Möglichkeiten Du gehst weiter und hoffst das passt irgendwie oder du bleibst stehen?

00:02:54: Und ist gar nicht ausgrund der Unsicherheit sondern auch von der Verantwortung die du übernommen hast.

00:03:00: Weil du weißt ich kann hier so gerade für mich um mein Kind und den Menschen der mir entgegengekommt auf dem Fahrrad keine Sicherheit gewährleisten.

00:03:09: Und das ist dieser kraftvolle Punkt dahinter.

00:03:12: Die Grenze ist klar und begründet, und sie schützt!

00:03:16: Wenn wir uns das jetzt im Familienalltag ansehen... Du hast einen langen Tag hinter dir.

00:03:23: Dein Kind kommt zu dir.

00:03:24: Fehl auf deinen Schoß.

00:03:25: Will nähe.

00:03:26: Und du merkst innerlich ich bin voll Ich bin overtouched vielleicht auch weil du ein Baby zu Hause hast.

00:03:34: Du kannst nicht mehr.

00:03:37: Aber was passiert?

00:03:39: Wir halten aus Wir funktionieren weiter, wir lassen unsere eigenen Grenzen verschwimmen bis wir irgendwann explodieren oder noch Lehrer sind als sowieso schon.

00:03:56: Was wäre denn jetzt wenn du deine Grenze genauso ernst nimmst wie wir den Mindestabstand im Straßenverkehr ernst nehmen sollten?

00:04:07: Als Verantwortungsübernahme uns selber gegenüber und auch unseren Kindern gegenüber?

00:04:16: Denn Grenzen setzen heißt ja nicht, dass wir die Verbindung abbrechen.

00:04:20: Sondern die Grenzen zu setzen, die da sind in uns drin, heißt klar zu kommunizieren Stopp!

00:04:30: Ich möchte gerade nicht angefasst werden.

00:04:37: und dann kommt der entscheidende zweiten Teil.

00:04:39: Du kannst dich gerne neben mich setzen.

00:04:44: Es ist Führung und Verbindung.

00:04:46: Also ich sage nicht was nicht geht sondern ich sage Wasch stattdessen möglich ist.

00:04:57: Und genau das gibt ja die Sicherheit und die Orientierung, und wenn du deine Grenze, die ja da ist nicht aussprichst und nicht aufzeigt, passiert innerlich vermutlich Folgendes.

00:05:13: Ein Stresslevel steigt, dein Nervensystem geht in Überlastung und deine Reizbarkeit nimmt zu – und ein Kind spürt es!

00:05:23: Nicht die Worte sondern diese Spannung.

00:05:27: Wenn du deine Grenze dagegen Klar, setzt.

00:05:33: Bleibst du bei dir?

00:05:35: Regulierst dich selber und gibst dein Kind ein Modell Ein Modell dafür die gesunde Grenzen auch sehen können.

00:05:52: Die Verbindung entsteht also nicht dadurch dass wir grenzenlos sind sondern Nähe entsteht durch Authentizität Dadurch desto Dich echt zeigst Du wie Du bist Und Zeigst Ich nehme mich ernst und ich nehme Dich ernst Und manchmal bedeutet das, wie im Straßenverkehr ein bisschen Tempo rauszunehmen und einen Schritt zurückzugehen.

00:06:21: Mindestabstände sind weder in Straßenverkehren noch im privaten Grenzen setzen – ein starres Korsett!

00:06:29: Sie sind ein Schutzrahmen.

00:06:31: Sie dürfen sich verändern und sie dürfen flexibel sein.

00:06:36: Und sie dürfen klar sein.

00:06:38: Dafür braucht es keinen Stacheldraht oder keine Mauern.

00:06:44: Doch dass zu dir selber die Erlaubnis gibt, zu sagen hey hier ist meine Grenze bis hierhin und nicht weiter.

00:06:51: Und gleichzeitig habe ich hier eine Idee wie wir verbunden bleiben können.

00:06:59: Wenn du hier merkst was das Thema beschäftigt dann schau in den Show-Notes gerne wie ich dir mit meiner Arbeit zum Beispiel mit der Lila Liebe und Gewaltfreien Kommunikation nach Kathi Weber und dem Beratung Unterstützung anbieten kann und dort Findest du alle Infos zu meiner Arbeit, zu mir.

00:07:24: Zu meinen Angeboten rund um Elternschaft.

00:07:28: Tragen Sicherheit und Verbindung.

00:07:34: Vielleicht nimmst du heute den Gedanken mit, dass deine Grenze nicht nur dich schützt sondern auch in einer Beziehung bleibt.

00:07:45: Hab es Bedürfnis erfüllt?

00:07:47: Und ich freue mich von dir zu hören!

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