002 - Verkehrsberuhigter Bereich in der Elternschaft – warum langsamer oft stärker ist
Shownotes
Kennst du diese Momente, in denen plötzlich alles zu viel wird? Gefühle werden laut, dein Kind ist außer sich und du merkst: Jetzt braucht es etwas anderes als „funktionieren“. In dieser Folge spreche ich darüber, wie der verkehrsberuhigte Bereich aus dem Straßenverkehr zu einem kraftvollen Bild für deinen Familienalltag werden kann. Denn genau wie im Straßenverkehr gilt auch hier: 👉 Sicherheit entsteht nicht durch Schnelligkeit, sondern durch Präsenz. Ich nehme dich mit in unseren Familienalltag und erkläre dir, was hinter unserer „Stinktierzeit“ steckt – ein liebevolles Codewort für Pause, Verbindung und echte Begleitung in stressigen Momenten. Du erfährst, ✨ warum Co-Regulation so entscheidend für die emotionale Entwicklung deines Kindes ist ✨ wie du dein Kind durch starke Gefühle begleitest, ohne Druck aufzubauen ✨ welche kleinen, alltagstauglichen Tools dein Nervensystem (und das deines Kindes) sofort unterstützen können ✨ und warum es sich lohnt, bewusst Tempo rauszunehmen Diese Folge ist eine Einladung an dich, weniger zu „machen“ und mehr zu sein.
💛 Impulse aus der Folge
Nimm wahr, wann ihr euren „verkehrsberuhigten Bereich“ braucht Schaffe ein klares Signal oder Codewort für Pausen Regulierung geht vor Lösung Weniger Fragen, mehr Präsenz Dein Nervensystem ist der Anker für dein Kind
🧠 Mini-Reminder: Co-Regulation bedeutet… … dass dein Kind durch dich lernt, zur Ruhe zu kommen. Nicht durch Kontrolle, sondern durch Verbindung.
🌱 Konkrete Ideen für eure „Stinktierzeit“
Kuscheln oder bewusst Abstand halten (je nach Bedürfnis) Kleine Tanz- oder Ausschüttel-Pause Kaltes Wasser über Hände/Unterarme Gemeinsam atmen oder still werden Einfach da sein – ohne Lösungen
📲 Verbinde dich mit mir Wenn dich die Folge bewegt hat, freue ich mich riesig, wenn du: 💛 den Podcast abonnierst 💛 die Folge teilst 💛 mir auf Instagram oder TikTok schreibst 👉 Welche „Verkehrszeichen“ aus dem Straßenverkehr soll ich als nächstes mit Elternschaft verknüpfen?
🚗 Mein Herzensanliegen Ich wünsche mir eine Welt, in der Eltern nicht perfekt sein müssen – sondern sicher begleitet. Und Kinder nicht „funktionieren“ müssen – sondern sein dürfen.
Transkript anzeigen
00:00:01: Du brauchst nicht noch mehr Kontrolle, wenn ein Kind ausrastet.
00:00:06: Brauchst einen verkehrsbruten Bereich?
00:00:11: Moin!
00:00:13: Du hörst Elternfahrschule wissen das schützt dein Podcast für mehr Sicherheit Vertrauen und Verbindung im Alltag für dich und mit deinem Kind steig ein.
00:00:25: wir fahren los.
00:00:28: Ich liebe Verkehrszeichen wirklich weil sie schaffen Klarheit und sagen uns allen so läuft es hier.
00:00:37: Alle wissen, woran sie sind.
00:00:40: Weil diese Verkehrszeichen ja allgemein gültig sind und alle dieselbe Fahrausbildung durchlaufen.
00:00:49: Das schenkt Sicherheit und Orientierung.
00:00:55: Und gleichzeitig gibt es Menschen die sich nicht daran halten oder nicht immer daran halten.
00:01:01: und da steckt meistens gar keine böse Absicht hinterm Sondern Es steht ja ihrer Bedürfnis erfüllung umweg auch wenn den meisten das gar nicht bewusst ist.
00:01:14: Und ich finde, dass es ein unfassbar richtiger Perspektivwechsel da mal hinzuschauen im Verkehr und im Alltag.
00:01:24: Marshall Rosenberg sagt ja in seinen Grundannahmen jeder Mensch ist bereit zum Wohle der Gemeinschaft beizutragen, wenn es auf Freiwilligkeit beruht.
00:01:42: Und ich finde, da dürfen wir anfangen die harte Schale ein wenig einzulassen und uns Klarheit verschaffen über das was für uns gerade hinter steht.
00:01:57: Und auch verständnisvoller zu sein mit unserem Umfeld.
00:02:04: Das heißt ja nicht dass wir damit einverstanden sind.
00:02:06: doch Wir dürfen in diesem Perspektivwechsel gehen und Meldesein mit uns und mit anderen Weil es geht niemals darum, dass es den einen richtigen Weg gibt.
00:02:21: Es geht darum zu verstehen was brauche ich gerade und was braucht man gegenüber gerade?
00:02:29: Und ganz besonders wichtig ist das im Umgang mit unseren Kindern Denn kein Kind macht nicht mit weil es gegen mich als Elternteile arbeitet sondern Es macht nicht mit, weil gerade etwas anderes in diesem kleinen Nervensystem wichtiger ist.
00:02:54: Ein innerer Druck ein Gefühl das gerade wirklich stark ist und gefühlt werden möchte oder einen Bedürfnis das danach schreit gesehen zu werden.
00:03:05: Und genau da wird es für mich spannend.
00:03:08: Denn im Straßenverkehr gibt es den verkehrsberührten Bereich habe ich in der letzten Folge drüber gesprochen.
00:03:14: Es geht um langsam fahren, aufmerksam sein und Raum geben für die Leute, die dort gerade zählen.
00:03:22: Nämlich zu Fuß gehen wird!
00:03:26: Und in meinem Familienleben gibt es das auch.
00:03:30: Da heißt es nicht Verkehrsbrückter Bereich sondern Stinktierzeit.
00:03:34: Stinktierzeit ist unser Code Wort für... Ich schaff das grade nicht alleine.
00:03:39: Die Idee kam tatsächlich von meinen Mann.
00:03:43: Beziehungsweise war das ein Zusammenspiel von uns allen.
00:03:49: Ich habe gesagt, dass ich möchte, dass wir da nochmal eine neue Lösung befinden wie wir auch non-verbal oder wenig verbal mehr Ruhepausen einklaren können gerade wenn hier Besuch ist oder wir unterwegs sind und es gerade einfach an der Zeit ist einen kleinen Break einzulegen.
00:04:14: Und mein Mann schlug vor, dass sich unser Kind ein Kuscheltier ausdrucken kann.
00:04:20: Aus unserem Kuscheltier-Fundus.
00:04:24: Kind vermutlich jede Familie irgendwie zu Hause hat und unser Kind hat sich einen Stinktier ausgesucht.
00:04:35: Und diese Stinkttieren wird dann einfach an Mama oder Papa gereicht.
00:04:40: Dann präsent parat Oder wir sprechen halt darüber, was gerade vielleicht eine stinktier Zeit notwendig ist.
00:04:47: Weil das stinkt hier für Ruhe steht, für Volationen, für Durchatmung und es hat unfassbar viel mit unserem Nervensystem zu tun.
00:05:01: Unser Nervenystem ist im Grunde unsere innere Steuerung.
00:05:06: Es entscheidet Bin ich in Sicherheit?
00:05:11: Bin ich im Stress?
00:05:13: Und wenn unser Nervensystem den Stress wahrnimmt, geht der Körper innerhalb am Zustand.
00:05:19: Wir bewegen uns schneller, lauter und haben weniger Kontrolle.
00:05:26: Und dann passieren diese Momente in denen die Wut aus uns rausbricht wie aus einem Wudwulkarn, in der wir vor Überforderung kommen noch weiter wissen oder in dem sich der Schalter umlegt und jemand ausrastet.
00:05:46: Und jetzt kommt der wichtigste Punkt daran, denn Kinder können sich in solchen Momenten nicht selber regulieren.
00:05:55: Sie lernen das erst durch uns!
00:05:59: Das ist die Co-Regulation.
00:06:01: D.h.,
00:06:02: ich helfe meinem Kind wieder runterzukommen und lauhe meinem Kind mein ruhiges Nervensystem.
00:06:09: Wie krug es daran ist?
00:06:10: Wie soll ich dann meinem Kind meinen ruhigen Nervenystem
00:06:14: ausleihen?!
00:06:15: Wenn doch die wenigsten von uns das gelernt haben, Wut darf nicht sein.
00:06:20: Rumschreinig!
00:06:21: Sei leise!
00:06:23: All solche Sprüche haben wir doch alle zu hören gekriegt.
00:06:28: Das heißt... Die Korrigulation beginnt bei mir als Elternteil oder bei dir als Elternteil.
00:06:35: Doch wenn du selber im Stress bist überfordert angespannt dann kannst du dein Kind ja gar nicht begleiten.
00:06:43: Das heisst.
00:06:46: Deshalb ist der erste Schritt, ich als erwachsene Person reguliere mich zuerst.
00:06:54: Während um mich die Welt brennt!
00:06:56: Ich reguliere MICH zuerst.
00:06:59: Wenn ein Flugzeug abstürzt heißt es in jeder Einführung in die Sicherheitsmaßnahmen erst sich selber die Atemschutzmaske aussetzen und sich dann um Kinder- und hilfsbedürftige Personen kümmern.
00:07:17: durchatmen, atmen, hinspüren.
00:07:21: Sieh meine Schultern hoch und locker lassen.
00:07:24: Mich selber fragen wie geht's mir gerade?
00:07:28: Und das darf ich meinem Kind natürlich auch transportieren!
00:07:33: Was wir an dieser Stelle auf gar keinen Fall brauchen ist Perfektionismus und dürfen wir einfach mit dem Ausatmen fließen lassen.
00:07:41: Damit die Verbindung dabei nicht abbricht kann ich meinen Kind sagen, boah, ich bin gerade richtig angespannt Ich atme kurz durch und ich bin bei dir.
00:07:53: Dann bleibt die Verbindung bestehen, und ich zeige meinem Kind... ...ich bleibe da auch wenn ich gerade mich sortiere!
00:08:03: Auch wenn ich grade selber am Struggle bin.
00:08:07: Und genau das ist ja dieser Lernprozess, den unser Kind erlebt und durch dass es selber begleitet wird.
00:08:18: Gefühle dürfen da sein weil alle Gefühle da sein dürfen und alle Gefülle okay sind, bei jedem Menschen egal ob klein oder groß.
00:08:28: Und Gefühlstürme haben ein Ende!
00:08:31: Ich darf lernen mein Verhalten zu verändern.
00:08:36: ich brauche nicht sofort eine Problemlösung.
00:08:39: ich darf erstmal verstehen und schauen was kann denn jetzt helfen Nähe oder Abstand?
00:08:49: Nicht jedes Kind lässt sich beim Gefühlsturm in als Co-Regulation anfassen.
00:08:55: Brauchen wir für die Stinktierzeit gerade Bewegung, vielleicht tanzen und alles rausschütteln?
00:09:03: brauchen wir etwas ruhiges ein Buch lesen oder aus dem Fenster schauen und die Vögel hier beobachten.
00:09:11: Hier vielleicht gerade Wasser das einfach die Hände unter kaltes Wasser gehalten werden gemeinsam Und dann können wir darüber sprechen wenn das Nervensystem wieder abrufbar.
00:09:25: Wenn das Nervensystem gerade wieder runtergefahren ist und der Verstand wieder erreichbar ist, dann können wir sprechen!
00:09:35: Wir dürfen benennen dass es gerade viel war, dass da vielleicht Wut war, Traurigkeit über Forderung, Ostwall etwas nicht geklappt hat... Und diese Haltung spiegel ich ja schon in der Regulation wieder auch wenn ich das vielleicht gar nicht so doll ausspreche.
00:09:51: Das ist der verkehrsberückte Bereiche in der Elternschaft.
00:09:56: Tempen raus, Druck raus, Traum halten für alle Gefühle fürs Dasein und für Miteinander.
00:10:09: Und ich finde solche Gedanken unfassbar hilfreich und kraftvoll.
00:10:13: Denn wie häufig gehen wir durch unseren Alltag und denken ich muss jetzt noch schneller machen, ich muss mehr machen.
00:10:21: Ich muss mehr lösen und auch doch ganz oft einfach das Gegenteil weniger Tempo, mehr Hinspüren, mehr Fokus auf einzelne Steps weil nicht jeder Moment eine sofortige Lösung braucht.
00:10:49: manchmal braucht es einfach diesen verkehrsberühmten Bereich zum Entschleunigen.
00:10:56: Wenn dich mein Vergleich vom Verkehrsbrücktenbereich und der Elternschaft hier abgeholt hat, dann lass mir auf jeden Fall ein Abo für den Podcast da damit du keine Folge verpasst.
00:11:10: Und schreib mir gerne welches Verkehrszeichen dich interessiert in Verbindung mit der Elternchaft.
00:11:19: viele Verbindungen noch in meinem Kopf!
00:11:23: Und natürlich findest du alle Infos zu mir und meiner Arbeit in den Show notes.
00:11:30: Und ich freue mich, vor dir zu hören.
00:11:32: Bis zum nächsten Mal!
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