009 - Hinter jedem Verhalten steckt ein Bedürfnis

Shownotes

In dieser Folge geht es um eine der wichtigsten Grundhaltungen der gewaltfreien Kommunikation: Menschen unterscheiden sich nicht in ihren Bedürfnissen, sondern in den Strategien, mit denen sie versuchen, diese zu erfüllen. Gerade im Familienalltag erleben Eltern immer wieder Situationen, in denen Kinder schreien, Türen knallen, angreifen oder andere verletzen. Schnell entstehen Bewertungen wie: „Das ist respektlos.“ „Du bist gemein.“ „Du bist schwierig.“ Doch was verändert sich, wenn wir stattdessen fragen: Welches Bedürfnis steckt hinter diesem Verhalten? Worum es in dieser Folge geht Die Grundhaltung der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg Warum Verhalten nicht mit der Persönlichkeit eines Kindes gleichgesetzt werden sollte Die Wirkung von Sprache auf Beziehung und Selbstbild Was im Gehirn eines Kindes unter Stress passiert Warum Kinder in emotionalen Ausnahmezuständen keine Belehrung, sondern Verbindung brauchen Wie Koregulation und klare Führung zusammenwirken Das nimmst du mit ✅ Mehr Verständnis für herausforderndes Verhalten ✅ Einen neuen Blick auf Wut, Trotz und laute Gefühle ✅ Konkrete Formulierungen für schwierige Situationen ✅ Sicherheit darin, Grenzen liebevoll und klar zu setzen ✅ Einen Einstieg in die Haltung der gewaltfreien Kommunikation Zentrale Gedanken aus der Folge Hinter jedem Verhalten steckt ein Bedürfnis. Verstehen bedeutet nicht, alles zu erlauben. Führung und Verbindung sind kein Widerspruch. Sprache formt Beziehungen und Selbstbilder. Gewaltfreie Kommunikation beginnt mit unserer inneren Haltung. Unterstützung für Eltern

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Transkript anzeigen

00:00:01: Erinnerst du dich noch an diese Film- und Serienfigur aus den Neunzigern?

00:00:06: Dieses böse Mädchen, die Rich Bitch, die alles hat.

00:00:13: Gerade so in dem Schulfilm... ...die die anderen fertig macht!

00:00:21: Die die Spitz ist lautes, verletzend is'.

00:00:25: Und gleichzeitig merkst du beim Zuschauen halt die ganze Zeit, die ist gar nicht nur gemein, da fehlt irgendwas Moin!

00:00:39: Du hörst Elternfahrschule, wissen das schützt.

00:00:42: Dein Podcast für mehr Sicherheit Vertrauen und Verbindung im Alltag für dich und mit deinem Kind Steig ein.

00:00:51: Wir fahren los.

00:00:57: Heute geht es hier genau um diesen Blick hinter unser Verhalten Um das was wir sehen Und gleichzeitig übersehen Und wir tauchen ein in eine der Grundhaltung der gewaltfreien Kommunikation nach Marschell-Rosenberg.

00:01:15: Weil ich sehe da genau den Unterschied, der entsteht zwischen Funktionieren und echter Verbindung.

00:01:26: Also für mich haben diese neunziger Jahre Filme oft so'n ganz klares Bild gezeichnet Da ist das neue Mädchen an der Schule und da is die Böse Die Mobboppen die die anderen klein macht und besser dasteht.

00:01:44: Und fast immer gibt's ja da die Erklärung, der Vater den ich erreichbar ist oder die Mutter mit der man nicht reden kann keine Gespräche über Gefühle, keine echte Verbindung sondern sehr viel Druck Einsamkeit und Unsicherheit die getarnt werden hinter dieser scheinbaren Perfektion.

00:02:12: Ich finde, dann verändert sich Daves und du siehst nicht nur das Verhalten sondern du sieß diesen Mangel dahinter was da ein Bedarf ist.

00:02:26: Und genau da möchte ich mit dir einsteigen in die gewaltfreie Kommunikation Denn eine der zentralsten Grundannahmen ist alle Menschen haben die gleichen Bedürfnisse.

00:02:40: Nur die Strategien zur Erfüllung unterscheiden sich Sicherheit Liebe Zugehörigkeit, Wertschätzung.

00:02:50: verstanden werden gesehen werden.

00:02:54: Das unterscheidet uns alle nicht.

00:02:56: diese Bedürfnisse haben wir alle.

00:02:59: was uns unterscheide sind die Strategien die wir gelernt haben um damit umzugehen und um uns diese bedürfnisse vielleicht zu erfüllen.

00:03:10: Und genau da liegt der Schlüssel das böse Mädchen.

00:03:20: Wir haben oft das gleiche Bedürfnis.

00:03:23: Ich möchte dazugehören, der Unterschied ist, dass eine Kind zieht sich zurück und versucht unsichtbar zu sein und das andere Kind greift an.

00:03:35: Dass eine Kind wird laut, dass andere leise.

00:03:40: Ein Kind kontrolliert und ein Kind passt sich an unterschiedliche Strategien doch die gleiche Not, wie dahinter steht.

00:03:53: Und wenn wir das verinnerlichen, finde ich verändert sich unser Blick einfach komplett.

00:04:00: Denn... Wenn wir jetzt noch weggehend von diesen Teenie-Filmen aus den Neunzigern und reinschauen in deinen Alltag, mein Alltag Unser aller Alltag Dann schreit unser Kind uns vielleicht an Oh du bist so gemein.

00:04:19: Oder es rollt die Augen knallt Türen Sagt in unseren Ohren abwertende Kommentare gegenüber anderen.

00:04:28: Und... In dir, in mir, in uns allen passiert vermutlich Ähnliches.

00:04:32: Boah das geht so nicht!

00:04:33: Das ist respektlos!

00:04:34: So redest du nicht mit mir?

00:04:37: Ja natürlich wir wollen ja dass freundlich mit uns geredet wird doch was da passiert Ist eine Bewertung.

00:04:46: Das ist Respektlos.

00:04:48: Du bist unverschämt, du bist schwierig und laut.

00:04:52: Und genau in diesen Bewertungen verlassen wir unsere Haltung Denn die Haltung hinter der Methode gewaltfreier Kommunikation ist ja entscheidend, denn die Gewaltfreie Kommunikations ist keine reine Technik.

00:05:10: Sie ist eine Lebenshaltung.

00:05:13: wie möchte ich auf mich und andere blicken?

00:05:17: Es ist unsere innere Entscheidung!

00:05:21: Und... Ich gehe grundsätzlich davon aus dass dein Verhalten Das Verhalten meines Kindes, das Verhalten eines Gegenübers.

00:05:33: Dass dieses Verhalten einen guten Grund hat – auch wenn ich ihn gerade nicht sehe!

00:05:39: Auch wenn ich es nicht gut finde!

00:05:44: Denn ohne diese Haltung wird die gewaltfreie Kommunikation zu einem Skript etwas aufgesetzt.

00:05:56: Wenn ich sage, ah, ich seh dass du wütend bist und gleichzeitig denke, poch heißt sich einfach zusammen.

00:06:03: Denn spürt mein Gegenüber das.

00:06:06: Immer!

00:06:13: Doch da unsere Sprache eine Realität schafft, reicht die Haltung alleine nicht aus.

00:06:20: Denn das was wir sagen formet unsere Beziehung zueinander unseren Blick auf uns und unseren Blick auch andere Und auch den Blick des Kindes auf sich selbst.

00:06:36: Denn wenn ich als Elternteil Zu meinem Kind immer sage, du bist so gemein zu anderem.

00:06:44: Denn da schaffst Du eine Identität Ja ich bin ja sowieso immer gemein.

00:06:50: Das Kind wird in eine Schublade gesteckt.

00:06:53: Wenn ich sage Boah ich sehe!

00:06:56: Du bist gerade völlig verzweifelt Öffne ich einen Raum Indem die Gefühle sein dürfen und indem wir gemeinsam Lösungen finden.

00:07:09: Sprache ist nicht neutral.

00:07:13: Unsere Sprache entscheidet, ob sich unser Kind, unser Partner doch vor allem unsere Kinder falsch fühlt oder verstanden.

00:07:27: Denn wenn wir uns anschauen was hier wirklich passiert in diesen Momenten, wenn dein Kind laut wird, dich angreift oder andere klein macht, was kaputtmacht... Dann ist es das Nervensystem!

00:07:40: Das Dachten sagt, dann ist es des Nervenystems dass aktiv ist.

00:07:45: Das ist kein durchdachtes Verhalten, keine Manipulation.

00:07:48: Das ist purer Stress, Kampfflucht oder Erstarren und in diesem Moment hat dein Kind keinen Zugang zu Empathie logischem Denken oder vernünftigem Verhalten.

00:08:01: Es kann nicht zugreifen auf diesen Teil des Gehirns.

00:08:06: Was es da braucht ist Korregulation also dich als Elternteil Als Bezugsperson als Bindungsperson.

00:08:16: Korrigulation trifft auf unsere Führung, das ist der Punkt, der oft missverstanden wird.

00:08:24: Denn verstehen heißt nicht dass ich es erlaube!

00:08:28: Ich darf meine Grenzen setzen und halten doch aus einer inneren Position heraus die sagt Stopp so sprechen wir hier nicht, ich sehe dir gehts gerade nicht gut, ich bin da Und nicht ein Hörfter mit, das is unmöglich.

00:08:46: also Ne, du bist viel zu laut.

00:08:50: Es braucht unsere Klarheit und diese Verbindung die Führung und das Verständnis damit dass für dich auch ein bisschen greifbar ist.

00:09:01: was du sagen könntest wäre wenn dein Kind anfängt um sich zu hauen oder auf dich zu hau'n oder auf das Geschwisterkind Freunde wie auch immer dann gehst du dazwischen nicht nur stopp heraufzuhauen sondern hingehen Hände halten liebevoll Stopp!

00:09:18: Ich lasse nicht zu, dass hier jemand gehauen wird.

00:09:21: Alle bleiben heil.

00:09:23: Wenn ... können auch sagen Boah, da ist gerade richtig viel Wut in dir oder?

00:09:28: Du bist so wütend und auch Orientierung schenken.

00:09:32: Ey ich bin hier.

00:09:34: Ich helfe dir dadurch.

00:09:35: Wir schaffen das gemeinsam Und wenn was Gehirn wieder online isst und unser Kind wieder zuhören kann dann können wir später sprechen.

00:09:47: Hey Mensch du warst so wüten vorhin.

00:09:48: ne Ja, wo war denn die Wut in deinem Körper?

00:09:52: Wie fühlte sich das an in dir?

00:09:53: War es ganz schwer oder kribbelig nachfragen dem Kind helfen zu verstehen und ganz ehrlich wir haben das selber nicht gelernt.

00:10:05: Und lernen dabei ja selber so viel in diesen Momenten!

00:10:09: Das ist gewaltfreie Kommunikation im Alltag.

00:10:12: Die ist nicht perfekt oder geschniegelt Es ist echtes ehrliches Miteinander.

00:10:18: Und jetzt mal ehrlich dieses böse Mädchen aus den Teenie-Filmen.

00:10:24: Das sind wir doch alle mal, wenn wir bewerten oder hart sind mit uns selber oder mit unseren Mitmenschen denn auch da rücken unsere Bedürfnisse die versuchen auf sich aufmerksam zu machen Denn... Auch bei uns sind doch Sätze aktiv wie ich möchte dazu gehören.

00:10:46: Ich bin überfordert!

00:10:49: Ich brauche eine Pause.

00:10:51: Und da beginnt dieser Prozess der Veränderung in uns selber, indem wir unsere Bedürfnisse zuallererst anschauen und schauen.

00:11:03: was möchte unser Verhalten uns selber denn sagen.

00:11:09: Die gewaltfreie Kommunikation beginnt nicht bei den richtigen Worten.

00:11:14: sie beginnt bei deiner Entscheidung.

00:11:17: Sie beginnt beinahe Entscheidungen Menschen Und vor allem auch unsere Kinder Nicht mehr auf das Verhalten zu reduzieren sondern uns zu fragen, welches Bedürfnis steckt dahinter.

00:11:29: Dann können wir beides verbinden.

00:11:31: Klare und sichere Führung und einen offenen menschlichen Blick.

00:11:38: Voller Bewusstsein!

00:11:40: Und das wird sehr viel verändern.

00:11:44: Wenn du tiefer eintauchen möchtest in deiner eigenen Prozesse In deine Haltung und die gewaltfreie Kommunikation liess unbedingt die Show Notes.

00:11:56: Dort findest du nämlich alle Infos zu mir und meiner Arbeit, denn ich bin lila-liebe Beraterin mit der Gewaltfreien Kommunikation nach Kathi Weber.

00:12:07: Und begleite dich durch deine persönlichen Prozesse.

00:12:11: und vielleicht magst Du als heutigen Gedanken aus dieser Folge mitnehmen dass wir uns nicht in unseren Bedürfnissen unterscheiden.

00:12:24: Wir unterscheidern uns indem wie wir vor allem den Unerfüllten umgehen.

00:12:33: Und damit wünsche ich dir einen wundervollen Start in die Woche und freue mich, wenn du hier deine Gedanken dazu darlässt ein Feedback gibst, damit ich mit meinem Podcast mehr in die Sichtbarkeit komme und wenn du nächste Woche wieder einschaltest!

00:12:57: Ich freu mich auf dich.

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